Leitungswasser filtern: Ist es sinnvoll und welche Methode ist die beste?
Sollte man Leitungswasser filtern? Wir erklären, wann Filtern sinnvoll ist, welche Schadstoffe im Wasser sein können und welche Filtermethode für Ihre Situation am besten geeignet ist.

Ist Leitungswasser in Deutschland sicher?
Die kurze Antwort: Ja. Deutsches Leitungswasser gehört zu den am strengsten kontrollierten Lebensmitteln überhaupt. Die Trinkwasserverordnung setzt strenge Grenzwerte für über 50 Parameter.
Aber: "Sicher" bedeutet nicht automatisch "optimal". Es gibt gute Gründe, warum viele Menschen ihr Leitungswasser filtern.
Warum Leitungswasser filtern? 5 gute Gründe
1. Alte Wasserleitungen im Haus
Die Kontrolle endet am Hausanschluss. Innerhalb des Gebäudes können sich befinden:
- Blei (alte Leitungen vor 1973)
- Kupfer (bei kupfernen Leitungen und saurem Wasser)
- Bakterien (bei Stagnation)
2. Chlor und Chlornebenprodukte
Zur Desinfektion wird manchmal Chlor eingesetzt:
- Beeinträchtigt den Geschmack
- Kann zu Trihalomethanen reagieren
- Besonders in manchen Regionen stärker eingesetzt
3. Spurenstoffe unter den Grenzwerten
Einige Substanzen sind in geringen Mengen erlaubt:
- Medikamentenrückstände
- Hormonreste
- Pestizide
- Mikroplastik (noch keine Grenzwerte)
4. Regionale Wasserqualität
Je nach Region unterschiedliche Belastungen:
- Nitrat aus der Landwirtschaft
- Kalk (hartes Wasser)
- Uran in manchen Regionen
5. Geschmack und Bekömmlichkeit
Viele Menschen empfinden gefiltertes Wasser als:
- Besser schmeckend
- Weicher
- Bekömmlicher
Was kann im Leitungswasser sein?
| Substanz | Grenzwert | Mögliche Quelle |
|---|---|---|
| Blei | 10 µg/l | Alte Leitungen |
| Kupfer | 2 mg/l | Kupferrohre |
| Nitrat | 50 mg/l | Landwirtschaft |
| Chlor | 0,3 mg/l | Desinfektion |
| Pestizide | 0,1 µg/l je Stoff | Landwirtschaft |
| Medikamente | Keine Grenzwerte | Abwasser |
| Mikroplastik | Keine Grenzwerte | Umwelt |
Welche Filtermethoden gibt es?
1. Aktivkohlefilter (Tischwasserfilter)
Entfernt:
- Chlor (sehr gut)
- Organische Verbindungen
- Einige Pestizide
- Geschmacks- und Geruchsstoffe
Entfernt NICHT:
- Schwermetalle
- Nitrat
- Bakterien
- Kalk
Empfehlung: Gut für Geschmacksverbesserung und Chlorentfernung
2. Umkehrosmose
Entfernt:
- 95-99% aller gelösten Stoffe
- Schwermetalle
- Bakterien
- Medikamentenrückstände
Entfernt AUCH:
- Mineralien (nicht ideal!)
- Spurenelemente
Nachteile:
- Wasserverbrauch (1:3 bis 1:5)
- Wasser schmeckt "leer"
- Keine Mineralien
Empfehlung: Nur bei stark belastetem Wasser, dann mit Remineralisierung
3. Wasserionisierer
Entfernt:
- Chlor
- Schwermetalle (je nach Filtermodul)
- Organische Verunreinigungen
Zusätzliche Vorteile:
- Basisches Wasser (pH 8-10)
- Molekularer Wasserstoff
- Mineralien bleiben erhalten
- Antioxidative Wirkung
Empfehlung: Beste Wahl für Gesundheitsbewusste, die mehr als nur Filtration wollen
4. UV-Desinfektion
Entfernt:
- Bakterien
- Viren
- Parasiten
Entfernt NICHT:
- Chemische Verunreinigungen
- Schwermetalle
Empfehlung: Ideal für Brunnenwasser oder Kombination mit anderen Filtern
Entscheidungshilfe: Welcher Filter für deine Situation?
Situation 1: Neubau/Moderne Leitungen
- Wasserqualität meist gut
- Empfehlung: Aktivkohlefilter oder Wasserionisierer für Mehrwert
Situation 2: Altbau mit alten Leitungen
- Blei- und Kupferrisiko
- Empfehlung: Wassertest + geeigneter Filter (Aktivkohle+Ionentauscher oder Osmose)
Situation 3: Landwirtschaftliche Region
- Nitrat- und Pestizidrisiko
- Empfehlung: Wassertest + Umkehrosmose oder Ionisierer mit speziellem Filter
Situation 4: Chlorhaltiges Wasser
- Geschmacksproblem
- Empfehlung: Aktivkohlefilter oder Wasserionisierer
Situation 5: Gesundheit & Prävention
- Optimale Wasserqualität gewünscht
- Empfehlung: Wasserionisierer für basisches, wasserstoffreiches Wasser
Schritt für Schritt: So findest du die richtige Lösung
Schritt 1: Wasserqualität prüfen
- Wasserwerk-Analyse anfordern (kostenlos)
- Eigene Analyse für Hausleitungen
Schritt 2: Bedürfnisse definieren
- Nur Geschmack verbessern?
- Schadstoffe entfernen?
- Gesundheitliche Vorteile?
Schritt 3: Budget festlegen
- Kurzfristig günstig = höhere Folgekosten
- Langfristig gedacht = geringere Gesamtkosten
Schritt 4: Entscheidung treffen
Basierend auf Analyse, Bedürfnissen und Budget den passenden Filter wählen.
Warum ein Wasserionisierer die beste Wahl sein kann
Ein Aquion Wasserionisierer bietet mehr als nur Filtration:
- Hochwertige Filtration: Entfernt Chlor, Schwermetalle und Verunreinigungen
- Basisches Wasser: Unterstützt den Säure-Basen-Haushalt
- Molekularer Wasserstoff: Natürliches Antioxidans
- Mineralien erhalten: Anders als bei Osmose
- Langlebigkeit: 15 Jahre Garantie
- Geringe Folgekosten
Fazit: Die Investition rechnet sich langfristig – für deinen Geldbeutel und deine Gesundheit.
Häufig gestellte Fragen
Kann man Leitungswasser ohne Filter trinken?
Ja, deutsches Leitungswasser ist sicher. Filter verbessern jedoch oft Geschmack und können zusätzliche Schadstoffe entfernen.
Wie oft muss ich den Filter wechseln?
Je nach Filtertyp:
- Aktivkohle: alle 4-8 Wochen
- Ionisierer: alle 6-12 Monate
- Osmose-Membran: alle 1-2 Jahre
Lohnt sich ein Wasserionisierer?
Bei regelmäßiger Nutzung über Jahre: Ja. Gerechnet auf 10-15 Jahre Lebensdauer sind die Kosten pro Liter sehr gering, und der Gesundheitsmehrwert ist unbezahlbar.
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Susanne Meisel
Aquion Wasserexpertin & Beraterin
Seit 2019 begleite ich Menschen auf ihrem Weg zu besserem Trinkwasser. Als zertifizierte Aquion Beraterin in Düsseldorf teile ich mein Wissen über Wasserionisierer und die Vorteile von wasserstoffreichem Wasser.
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